Wiege der BW - Koblenzer Fernmelder

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Wiege der BW

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Bildernachlese und Bericht zum
Besuch der militärgeschichtlichen Sammlung
Wiege der Bundeswehr in ANDERNACH und
einer Führung durch das Kloster MARIA LAACH
am 10. März 2018
 

 
 
Kameradschaft der Fernmelder Koblenz/Lahnstein e.V.
 
 

 
Teil I.  WIEGE DER BUNDESWEHR:
 
Die   Kameradschaft besuchte am 10.03.2018 mit 38 Mitgliedern und Gästen von 13:00 bis 15:00 die militärgeschichtliche Sammlung „WIEGE DER BUNDESWEHR“ in der Krahnenberg-Kaserne in ANDERNACH.
 
Nach Begrüßung durch Herrn Oberstleutnant a.D. Dieter Ulrich Schmidt, Vertreter des „Fördervereins Wiege der Bundeswehr Andernach e.V.“, erfolgte ein
 
kurzer geschichtlicher Ablauf über die Nutzung der Krahnenberg-Kaserne, die Bedeutung für die Aufstellung der Bundeswehr 1955/56 und die später gegründete militärgeschichtliche Sammlung „WIEGE DER BUNDESWEHR“.
 
Erbaut 1937, genutzt bis 1945 als Luftwaffenlazarett //XII „Hermann Göring“, ab März 1945 Gefangen-u. Fremdarbeiterlager der U.S. Armee, kurze Zeit später Militärhospital „Andre-Curtillet-Lazarett“ der franz. Armee bis Juni 1955, ab Januar 1956 erste Kaserne der aufzustellenden Bundeswehr.
 
 
Ab 2. Januar 1956 rückten die ersten gedienten und ca. 550 ungedienten Freiwilligen der drei Teilstreitkräfte in das Truppenlager aus 37 Baracken ein.
 
Am 20. Januar 1956 begrüßte der damalige Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer die auf dem Antrete-Platz versammelten ca. 1500 Soldaten und Angehörigen der neuen deutschen Streitkräfte unter reger Anteilnahme der zahlreichen, auch internationalen Presse und stelle damit die erste Parlamentsarmee in Dienst.
 
Hieraus entstanden in den nächsten Monaten die Führungs-u. Ausbildungskader der neuen Streitkräfte der Bundeswehr.
 
 
In den folgenden Zeiten wurde ab Juli 1956 die Truppenschule Quartiermeistertruppe aufgestellt, später verlegt nach BREMEN, ab April 1959 bezog das Heeresfliegerausbildungsbataillon die Liegenschaft, später verlegt nach ZWEIBRÜCKEN, danach folgte das Rundfunkbataillon 990, aus dem ab April 1962 das PSV-Bataillon 850 entstand, welches von hier den Bundeswehr-Radiosender „Radio ANDERNACH“ betrieb.
 
Nach der Wiedervereinigung entstand aus dem PSV-Btl 850 das Fernmeldebataillon 950 OpInfo, später umgegliedert in Bataillon für Operative Information, welches später nach MAYEN verlegt wurde.
 
Danach verlegt das Institut für Wehrmedizinalstatistik und Berichtswesen der Bundeswehr in die Kaserne, aus dem im Oktober 2017 das Institut für Präventivmedizin der Bundeswehr hervorging.
 
Ab 1984 wurde die Liegenschaft durch umfangreiche Baumaßnahmen in den heutigen Zustand um-gestaltet, 2009 wurde die letzte verbliebene Baracke von den ehemals 37 Baracken unter Denkmalschutz gestellt.
 
Am 29.Oktober 2010 gründete sich ein Förderverein zur Erhaltung des Andenkens an die Gründungszeit Bundeswehr in den Aufbaujahren 1955 bis 1956, die „WIEGE DER BUNDESWEHR“.
 
In Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium wurde in der nunmehr denkmalgeschützten letzten Baracke eine militärgeschichtliche Sammlung zur Gründungzeit der Bundeswehr eingerichtet und im Zuge der Feierlichkeiten zu „60 Jahre Bundeswehr“ im Januar 2015 eröffnet.
 
 
Die militärgeschichtliche Sammlung „WIEGE DER BUNDESWEHR“ enthält keine militärischen Geräte, sondern nur Aussagen von 37 Zeitzeugen. Die Interviews dieser Zeitzeugen sind in Videoaufzeichnungen dokumentiert und können in verschiedenen Themenräumen zu: Herkunft, Motivation, Die Ersten Tage, Die Ausbildung, Der 20. Januar 1956, Die Garnisonstadt Andernach, Die Verwaltung, Die Militärseelsorge, Der Gedenkraum und anderen Themen
 
abgerufen werden.                                             
 
 
Diese Aussagen verdeutlichen die persönlichen Beweggründe, militärpolitischen Hintergründe und Hoffnungen der ehemaligen Wehrmachtssoldaten und der ersten ungedienten Freiwilligen auf eine neue parlamentarische deutsche Armee vor dem Hintergrund der Wiedererlangung der Souveränität Deutschlands.
 
 
Nach ergänzenden ausführlichen Informationen und Führung der Teilnehmer durch die einzelnen Themenräume durch Herrn OTL a.D. Dieter Ulrich Schmidt, Danksagung und   Übergabe einer unterstützenden Spende an den Förderverein durch den Vorsitzenden der Kameradschaft der Fernmelder, Herrn O a.D. Jürgen Siegel
 
wechselte die Besuchergruppe zur Abtei Maria Lach.
 
 
Teil II. Abtei Maria Laach:
 
     
 
Nach Begrüßung der Teilnehmer durch Bruder Elias in der Johanneskapelle, dem ehemaligen Pförtnerhaus erfolgten ab 15:30  Erklärungen zur Gründungsgeschichte des Klosters und der Kirche:
 
 
1093    Stiftung/Gründung durch Pfalzgraf Heinrich II. von Laach und Gemahlin Pfalzgräfin Adelheid v. Weimar-Orlamünde, als Grablege für sich und seine Ehefrau; Bau in mehreren Zeitabschnitten,
 
1112    Stiftungserneuerung durch Pfalzgraf Siegfried v. Ballenstedt ….zur Vollendung der Kirche
 
1138   Abt Gi(se)bert von Afflingem 1. Abt, selbständige Abtei mit 40 Mönchen
 
1216-30 Fertigstellung Kloster- u. Kirchenbau als hochmittelalterliche Klosteranlage.
 
1247-56 Umbauten im gotischen Stil, Benediktinerkloster.
 
 
Im späten17. Und im 18. Jahrhundert wurden Kloster und Kirche „barock“ ausgebaut.
 
 
1802    Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster im August aufgehoben.    
 
1815    Infolge der Beschlüsse des Wiener Kongress kam das Kloster in preußischen Besitz.
 
1863  erwarb die deutsche Jesuitenprovinz die ehemaligen Abteigebäude und errichtete dort ihr
 
           „Collegium Maximum“ und baute die Bibliothek wieder auf.
 
1872    (Kulturkampf) wurde das Collegium wieder geschlossen. Die Jesuiten boten die Abtei dem
 
Benediktinerorden zur Übernahme an.
 
1892    im Oktober wurde das Kloster mit dem neuen Namen „Maria Laach“ als Abtei zum zweiten
 
Male nach 737 Jahren konsekriert.
 
1898   stiftete Kaiser Wilhelm II. der Kirche einen neuen Hochaltar.
 
1933   fand der von den Nationalsozialisten seines Amtes als Kölner Oberbürgermeister enthobene,
 
           spätere deutscher Bundeskanzler Konrad Adenauer für ein Jahr Zuflucht im Kloster.
 
1934    größte Mitgliederzahl von 182 Mönchen.
 
2006    feierte die Benediktinergemeinschaft des Klosters mit dem Bischof von Trier Reinhard Marx die
 
           Festmesse zum 850. Weihetag der Kirche.
 
2018    noch 30 Mönche.
 
 
Nach den einführenden Erklärungen erfolgte ein Rundgang mit weiteren Einzelhinweisen durch die in der Regel für die Öffentlichkeit nicht einsehbaren Klosteranlagen,   
 
 
wie ehemalige Landwirtschaftsgebäude (heutige Nutzung als Schreinerei, Wäscherei, Keramikwerkstatt, Buchdruckerei), sowie die Wohngebäude der Mönche (Klosterzellen – wurden nicht gezeigt) und den Höhepunkt, die großartige Klosterbibliothek, - Jesuitenbibliothek -, die heute auf zwei Gebäude verteilt ist.  
 
Der ursprüngliche Bibliothekbau von 1865 mit seiner gusseisernen Treppen- und Brüstungskonstruktion gehört nach Ansicht der Landesdenkmalpflege zu den kulturgeschichtlich und denkmalpflegerisch bemerkenswertesten Bibliothekbauten des 19. Jahrhunderts in der Nachfolge der barocken Klosterbibliotheken. Die beiden Bibliotheken umfassen heute über 60.000 Bände.
 
 
 
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Abschließend erfolgte ein kurzer Besuch in der allgemein bekannten Klosterkirche mit besonderem Hinweis auf den Kochaltar und die Grabanlage des Klostergründers Heinrich II. von Laach.
 
 
Nach der Verabschiedung durch Herrn Oberst a.D. Siegel um 17:30 mit Dank an Bruder Elias und Spende an die Abtei erfolgte ein gemeinsames Abendessen ab 18:00 Uhr im Gasthaus „Waldfrieden/ Vulkan-Bräu“ und die Rückfahrt um 20:00 Uhr nach KOBLENZ.
 
 
 
 
Koblenz, 12.03.2018
 
 
D. Clausen, Schriftführer
 
 
Inhaltlich auszugsweise Angaben
 
 
Teil I.
 
WIKIPEDIA- Krahnenberg-Kaserne Andernach,
 
www.rhein-zeitung -wiege der Bundeswehr“
 
Militärgeschichtliche Sammlung Wiege der Bundeswehr, Institut für Wehrmedizinalstatistik
 
und Berichtswesen der Bundeswehr, Krahnenberg-Kaserne-Andernach.
 
www.wiege-der-bundeswehr.de
 
Kontakt: Ansprechpartner für Führungen/Besuche, Gruppen, Seminare, Schulungsunterlagen
 
Oberstleutnant a.D. Dieter Ulrich Schmidt, Förderverein Wiege der Bundeswehr e.V.
 
Cranachstr. 4
 
56626 Andernach
 
Tel: 02632 45687
 
foerdervereinwdbwa@web.de
 
wiegederbundeswehr@aol.com
 
 
 
Teil II.
 
WIKIPEDIA- Abtei Maria Laach,
 
WIKIPEDIA- Bibliothek der Abtei Maria Laach
 
Kontakt: Benediktinerabtei Maria Laach
 
D-56653 Maria Laach
 
Tel: 49(0)2652-59-0
 
abtei@maria-laach.de
 
www.maria-laach.de
 
 
 
Weitere Informationen / Fotos unter   www.diefernmelder.de,  Veranstaltungen 2018


(Die Bilder können durch anklicken vergrößert werden!)

 
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